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Samsung NF110

Samsung stieg mit dem NC10 zwar relativ spät aber dafür umso erfolgreicher in den Markt für Netbooks ein. Das Samsung NF110 ist ein recht unspektakuläres aber dafür grundsolides Netbook in der Tradition des NC10. Das muss nicht zwingend schlecht sein, allzu viel Leistung sollte dem Gerät allerdings nicht abverlangt werden.

Technisches zum Samsung NF110

Das Samsung NF110 stellt den Einstieg in Samsungs NF-Netbooks dar. Entsprechend zurückhaltend agiert der koreanische Hersteller bei der verbauten Technik. Als Recheneinheit dient Intels etwas betagter Atom N455 mit 1,6 Ghz Taktfrequenz und nur einem Rechenkern. Die Grafik liefert die integrierte GMA3150-Grafikeinheit – ein sehr einfaches Update der für computerverhältnisse mehr als angestaubten GMA950. An HD-Videos oder Beschleunigung für Flash-Inhalte braucht daher niemand zu denken, selbst mit 480p sehr niedrig aufgelöste Youtube-Videos stellen den Grafikchip vor teils unlösbare Herausforderungen. Mit nur einem Gigabyte fällt auch der Arbeitsspeicher gewohnt gering aus, zum Upgrade muss der Speicherriegel zudem komplett getauscht werden – ein weiterer Steckplatz ist nicht vorhanden. Für das vorinstallierte Windows 7 Starter bietet sich der Kauf eines 2GB-Riegels allerdings an, mit nur einem GB fühlt sich das System zu jeder Zeit zäh und träge an. Nicht ganz unschuldig ist allerdings auch die 250 GB fassende Festplatte die nur mit 5400 Umdrehungen pro Minute arbeitet. Das Display liegt mit seiner Diagonale von 10,1 Zoll im Netbook-Standard, auch die Auflösung von 1024 x 600 ist in dieser Klasse üblich. Positiv hervorzuheben ist die matte Oberfläche des LED-Bildschirms, mit dem Samsung NF110 lässt es sich daher auch ohne störende Reflexionen im Freien arbeiten. Dummerweise zeigt das Display einen auffallenden Rotstich der bei seitlicher Betrachtung weiße Flächen ins Rosa abdriften lässt. Schnelles „n“-WLAN sowie Bluetooth sind ebenso vorhanden wie der obligatorische VGA-Ausgang. HDMI bietet Intel bei Geräten mit dem GMA3150 leider nicht an.

Vor- und Nachteile

Als reines Office-Gerät eignet sich das NF110 durchaus – die Akkulaufzeit liegt mit bis zu 10 Stunden auf erfreulich hohem Niveau und die Leistung reicht aus. Selbst unter voller Last und mit maximaler Displayhelligkeit hält der Akku mehr als fünf Stunden durch, beachtlich in der doch recht niedrigen Preisklasse des NF110. Aufwändigere Arbeiten sowie das Surfen im Internet oder das Betrachten von Videos überfordern das Gerät allerdings schnell.

Fazit

Nicht zuletzt wegen der hervorragenden Tastatur eignet sich das Samsung NF110 am ehesten als mobile Schreibmaschine. Bildbearbeitung und sogar das Betrachten größerer Fotos sorgt vor allem in der Grundausstattung mit einem GB RAM schnell für ungeduldiges Fingertippen auf dem Schreibtisch. Spiele und höher auflösende Videos verbietet alleine schon Intels antiquierte GMA3150-Grafikeinheit.

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